Zeittafel

823 Älteste urkundliche Erwähnung des Ortes 'Huccunheim' der Abtei Prüm.
983 Reichstag zu Verona; Kaiser Otto II. unterstellt das sogenannte Binger Land an Erzbischof Willigis. Zu diesem Binger Land gehörte auch Huccunheim und verblieb beim Mainzer Kurstaat bis zur Französischen Revolution.
1172 Umbenennung von 'Huccunheim' in 'Uckenheim'.
1211 Ein Heinrich von Uckenheim erhält ein Burglehen.
1299 Erstmalig der Ortsname Ockenheim in der heutigen Form genannt.
1325 Patronats- und Zehntherr ist das St. Andreasstift von Köln.
1462 Verpfändung von Ockenheim durch Erzbischof Adolf von Mainz an den Markgrafen von Baden.
1466 Weiterverpfändung an den Grafen von Katzenellenbogen; Ockenheim wird der Amtskellerei Algesheim zugeteilt.
1480 Einlösung der Verpfändung durch den Mainzer Erzbischof; Ockenheim verbleibt bis 1798 dort.
1552 Schutzbündnis mit Bingen: Ockenheimn verpflichtet sich mit 4 Mann die Drayspforte zu besetzten und zu unterhalten; die Ockenheimer können den Binger Markt frei beliefern und finden im Kriegsfall Schutz in der Stadt.
1552 Der Ort wird befestigt und mit Wällen umgeben; das Mainzer Tor, die Kirchpforte und die Kuhpforte werden erbaut.
1630 Die Schweden besetzen den Ort.
1631 Die Spanier besetzen den Ort; Schultheiß Pfeffer wird gefangengesetzt und in den Rheingau verbracht; er wird für 333 Thaler freigekauft.
1635 Die Franzosen verwüsten den Ort.
1636 Das Dorf hatte nur noch 8 Häuser und 36 Einwohner.
1654 Es gibt nur noch 54 Einwohner.
1660 Nach langem Streit wurde das Liebfrauenstift in Mainz verurteilt Chor und Turm der Pfarrkirche zu unterhalten.
1666 Die Pest dezimiert die Bevölkerung.
1689 Die Franzosen zerstören in Folge des pfälzischen Erbfolgekrieges den Ort. 3813 Gulden mußten als Contribution gezahlt werden.
1720 Pfarrer Blasius Cäsar beginnt mit dem Bau der 14 Nothelfer-Kapelle und die Nothelfer-Wallfahrt wird eingeführt.
1769 Das Liebfrauenstift zu Mainz will 2000 Gulden für den Bau der Pfarrkirche beisteuern. Die Gemeinde besteht jedoch auf der Kirchbaupflicht des Stiftes.
1772 Das Liebfrauenstift wird erneut verurteilt, die Kosten für Chor und Turm zu tragen.
1774 Unter Pfarrer Franz Bernhard Hoch wird der Bau der heutigen Pfarrkirche begonnen.
1777 Es wird eine Orgel von der Orgelbaufirma Stumm angeschafft.
1779 Die Pfarrkirche wird eingeweiht.
1780 Von der Pfarrkirche zu Gernsheim wird der Altar gekauft.
1798 Der Ort kommt zu Frankreich und wird mit Dromersheim eine gemeinsame Mairie (Bürgermeisterei), Kanton Bingen, Departement Mont Tonnere.
1812 Der Dorfgraben wird eingeebnet und das Mainzer Tor niedergelegt.
1815 Ockenheim zählt 549 Einwohner (erste statistisch gesicherte Zahlen)
1819 Letzte Bewachung auf der Kirchpforte.
1851 Nothelfer-Kapelle wurde wegen Baufälligkeit niedergelegt.
1857 Grundsteinlegung der heutigen Nothelfer-Kapelle.
1862 Konsekration der Nothelfer-Kapelle durch den Mainzer Bischof Freiherr Emanuel von Ketteler (Bischof von 1850 bis 1877).
1863 Die Gebeine des Pfarrers Caesar, Erbauer der ersten Kapelle auf dem Jakobsberg werden in der dortigen Kapelle beigesetzt.
1864 Das an die Wallfahrtskapelle angrenzende Wohnhaus wird erbaut.
1866 Ockenheimer Männer werden zum Krieg gegen Preußen eingezogen.
1866 Unter der Leitung des Bürgermeisters Kaiser wird ein Männergesangverein gegründet; es ist der älteste Orstverein.
1866 Einführung der Portugieser-Rebe (Oporototraube) in Rheinhessen durch W.Rasch (Weingut Merz). Von hier verbreitete sich die Rebe über ganz Rheinhessen.
1868 Männergesangsverein 1866 legt sich eine Vereinsfahne zu.
1870 23 Ockenheimer werden zum Krieg gegen Frankreich eingezogen.
1880 Gründung des katholischen Kirchenchores.
1887 Gründung des Kriegsfeuerwehrbundes, dem Vorläufer der Freiwilligen Feuerwehr.
1889 Gründung einer Feuerwehrkapelle unter Dirigent Förster aus Bingen.
1893 Gründung der Spar- und Darlehenskasse Ockenheim e.G.m.b.H.
1893 Ockenheim erhält eine Wasserleitung.
1895 Gründung des Turnvereins.
1897 Gründung des Krieger- und Soldatenvereins.
1900 Ockenheim zählt 1.249 Einwohner
1902 Ockenheim erhält eine Bahnverbindung.
1903 Gründung des Winzervereins.
1903 Gründung Männergesangsvereins Einigkeit.
1904 Errichtung des Kriegerdenkmals zum Gedenken an die Teilnehmer und die Gefallenen der Kriege 1866 und 1870/71.
1904 Bau der neuen Volksschule in der Mainzer Straße.
1905 Gründung der Katholischen Kirchenmusik.
1910 Gründung des Sportvereins Fidelia Ockenheim.
1912 Ockenheim erhält elektrisches Licht.
1914 - 1918 Am ersten Weltkrieg mussten über 300 Ockenheimer Männer teilnehmen; 39 kehrten nicht mehr nach Hause zurück.
1919 Anpflanzung des Vogelschutzgeländes unterhalb der 14 Nothelfer-Kapelle durch Valentin Hüneborn, 1. Vorsitzender des früheren Obst- und Gartenbauvereins.
1920 Gründung des Verbandes der Kriegsgeschädigten - Ortsgruppe Ockenheim.
1921 Gründung des Trappistenklosters auf dem Jakobsberg.
1922 Das Wirtschaftsgebäude auf dem Jakobsberg wird gebaut.
1923 Gründung des Bauernvereins.
1923 Ausweisung von 51 Eisenbahnerfamilien ins unbesetzte Deutschland anläßlich des Ruhrkampfes.
1933 Bau der Pilgerhalle auf dem Jakobsberg.
1935 Bau des Kriegerehrenmales.
1939 - 1945 Zweiter Weltkrieg: Mehr als 400 Kriegsteilnehmer mit insgesamt 102 Gefallenen bzw. Vermißten sind zu verzeichnen; 12 Ockenheimer wurden durch Fliegerangriffe getötet; mehrere Häuser und die Kleinkinderschule wurden zerstört.
1945 Der Ort wird von Truppen der 3. amerikanischen Armee besetzt.
1947 Klosterneubau auf dem Jakobsberg.
1950 Gründung des Heimkehrerverbandes - VDH.
1950 Ockenheim zählt 1.536 Einwohner.
1951 Anstelle der Trappisten übernehmen die Jesuiten aus der Ostprovinz das Kloster laut Pachtvertrag für 10 Jahre.
1961 Nach Ablauf des Pachtvertrages geht das Kloster in den Besitz der Missionsbenediktiner von St. Ottilien über. Zum Prior wird Pater Emmanuel Würtz berufen.
1961 - 1962 Innere Restaurierung der Pfarrkirche durch den Kirchenmaler Schubert aus Karlstadt am Main.
1962 Die Bahn stellt die Stückgutbeförderung ein.
1962 Die Mitglieder des Turnvereins beginnen in Eigenleistung mit dem Bau der Turnhalle.
1962 Mit der Bebauung des Bereiches Bergstraße/Dammweg wird die Ortslage bis hoch zum St. Jakobsberg (unterhalb des Klosters) erweitert.
1963 Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz genehmigt das Ockenheimer Wappen.
1964 Nach dem Abschluss der Bauarbeiten wird die vereinseigene Halle des TVO eingeweiht.
1964 Renovierung  des Priesterhauses mit Errichtung eines neuen Turmes auf der Nothelfer-Kapelle. Aufbau des Volksaltares
1966 Gemeindekassenverwalter Lorenz Reckert wird erster hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde.
1967 Kanalisation und Ortsstraßen werden ausgebaut; die Wasserleitung wird erneuert.
1967 Zwischen der Ortslage und der Bahnlinie entsteht das Neubaugebiet 'Ockenheim-Nord'.
1969 Die Landkreise Bingen und Mainz werden zum Landkreis Mainz-Bingen zusammengelegt.
1972 Einweihung der neu erbauten Friedhofskapelle.
1973 Im Zuge der Verwaltungsreform kommt Ockenheim zur Verbandgemeinde Gau-Algesheim.
1973 Restaurierung der 14 Nothelfer-Kapelle abgeschlossen.
1974 Landrat Dr. Heribert Bickel verleiht im Auftrag des Herrn Bundespräsidenten Gustav Heinemann dem Ockenheimer Bürger Georg Helmerich für sein, seit dem Jahre 1964 engagiertes Wirken in den Gremien des Landkreises Mainz-Bingen das Bundesverdienstkreuz am Bande.
1974 Neubau des Pfarrhauses.
1978 Bahnhof wird geschlossen.
1978 Das von der Verbandsgemeinde erbaute Feuerwehrgerätehaus wird eingeweiht.
1978 Der Kirchturm wird instandgesetzt.
1979 Heimatmuseum wird eröffnet.
1979 Als Nachfolger von Prior Emmanuel Würz steht Prior Anselm Zeller der Klostergemeinschaft auf dem Jakobsberg vor.
1980 Pfarrer Josef Grimm wird aus Pfarrei Ockenheim verabschiedet. Er wird nach Schwabenheim versetzt, die Betreuung der Ockenheimer Pfarrei übernehmen die Benediktinerpatres vom Kloster Jakobsberg. Als erster Pfarrverwalter wird Pater Winfried Mayr eingesetzt.
1980 Erneuerung der Empore in der Pfarrkirche.
1980 Renovierung der Orgel.
1980 Richtfest für den Neubau des katholischen Kindergartens.
1980 Spatenstich für den Neubau des Klosters Jakobsberg.
1981 Einweihung des Neubaus des katholischen Kindergartens.
1982 Gründung des Vereins der Heimatfreunde durch den Rektor der Grundschule, Herrn Guido Olschowka. (Heimatmuseum)
1983 Einweihung des Klosterneubaus auf dem Jakobsberg.
1983 Abschluß der Renovierung der Orgel.
1983 Fertigstellung des umgebauten Gemeindehauses.
1984 Umbau des alten Kindergartens zum Georg-Weingärtner-Haus.
1990 Einweihung des neuen Sportplatzes "Auf dem Kissel".
1990 Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages zwischen der Gemeinde Povegliano (Provinz Verona/Italien) und der Gemeinde Ockenheim.
1991 Fahnenweihe des Männergesangsvereins 1866 mit 125jährigem Jubiläum.
1991 Pater Franziskus Köller tritt als Prior die Nachfolge von Pater Anselm Zeller an. Dieser hat sich für die Leitung einer Missionsstation in Afrika entschieden.
1991 Mit dem Anschluss an die Gasversorgung geht auch die Breitbandverkabelung einher.
1992 Einweihung des Bildungshauses St. Bonifazius auf dem Jakobsberg.
1992 Pfarrkirche wird von Grund auf restauriert.
1992 Stadtbusanbindung an die Stadt Bingen am Rhein.
1993 Einweihung des neu errichteten Sportlerheims auf dem Kissel.
1993 Mit der Bebauung des ehemaligen Sportplatzgeländes wird der Ortsbereich 'Ockenheim-Nord' erweitert; die Erschließungsstraße wird nach der italienischen Partnergemeinde 'Povegliano' benannt.
1994 Der Gemeindekindergarten wird eröffnet.
1994 Erstmals wird der Bürgermeister in einer Direktwahl gewäht. Horst Dorée wird wiedergewählt.
1994 Pater Ludger Schäffer wird als Prior des Klosters St. Jakobsberg eingesetzt.
1996 Die Pfarrkirche erhält ein neues Geläute mit 5 Glocken.
1996 Der Bahnhofsbereich wird neu gestaltet und als Haltepunkt wieder in Betrieb genommen.
1996 Der ehemalige Prior Anselm Zeller wird Abt der Benediktinerabtei Fiecht in Tirol.
2000 Ockenheim zählt 2.249 Einwohner
2003 Das Neubaugebiet 'Altscheuer' wird zur Bebauung freigegeben. Damit steuert Ockenheim auf 3000 Einwohner zu.
2003 Der Kirchplatz wird neu gestaltet; Marienfigur entworfen und gefertigt von der Benediktiner-Schwester Christophora.
2003 Prior Ludger Schäffer wird zur Benediktinerabtei St.Ottilien zurückberufen; seine Nachfolge auf dem Jakobsberg tritt Pater Aurelian Feser an. Pater Aurelian, ein 'Ockenheimer Bub' stammt aus dem Weingut Vitus Feser (Erbhof).
2004 Nach 15-jähriger Amtszeit steht Horst Dorée für das Amt des Bürgermeisters nicht mehr zur Verfügung. Sein Nachfolger wird Reinhard Dickenscheid.
2004/2005 Sonja Bauer trägt die Krone der Rheinhessischen Weinprinzessin.
2005 Dem vielfältig engagierten Ockenheimer Bürger Dieter Bungert wird für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
2006 Der Männergesangverein 1866, zwischenzeitlich um einen Frauenchor erweitert, feiert sein 140-jähriges Bestehen.